Was sich derzeit abzeichnet, ist eine Wirtschafts- und Systemkrise, die diese Gesellschaft in ihren
Grundfesten erschüttern wird, und nach handfesten Veränderungen schreit. Es ist aber auch absehbar,
dass dann, wenn sie mit voller Macht ausbricht, die totale Verwirrung bei allen Betroffenen herrschen
wird – egal ob es sich um die Verursacher oder die mehr oder weniger unschuldigen „Opfer“ handelt.
Das Schlimmste wird dann gar nicht mal die Krise an sich sein, sondern eben diese Verwirrung. Durch den sich
abzeichnenden Zusammenbruch bisheriger Konventionen und Strukturen wird es nämlich zunächst keinen einzigen Menschen,
Baum, Bodenschatz oder anderen echten Wert weniger auf der Welt geben. Das ganze reale Potenzial bleibt also
bestehen. Die allgemeine Verwirrung wird aber voraussichtlich bewirken, dass dieses Potenzial nicht mehr erkannt
wird, was in selbstzerstörerische Handlungsweisen mündet. Das Kind wird dann sozusagen mit dem Bade ausgeschüttet.
Die betroffenen Menschen – sowohl die Verursacher der Krise als auch die, die sich für ihr Opfer halten – werden
dann wie kopflose Hühner umherrennen, sich gegenseitig in ihrer Ohnmacht befeuern, um sich dann irgendwann für die
nächstbeste „einfache Lösung“ zu begeistern, die häufig nicht die beste ist. Man kennt das ja schon zur Genüge
aus der Geschichte: am Ende schlagen sich dann alle gegenseitig die Köpfe ein. Es ist wie eine Geisteskrankheit,
die um sich greift und jeden, der ihr kein eigenes Bewusstsein entgegensetzt, ansteckt und am Ende umbringt.
Aus diesem Grunde möchte ich an dieser Stelle für mich untersuchen, welche möglichen Alternativen zur Veränderung
es gibt, die nicht destruktiv im Sinne von gesellschaftlichem Verfall, Elend und Krieg wirken, einfach um mir
selbst klar darüber zu werden, wohin die Reise gehen kann. Es geht um meinen eigenen inneren Kompass.
Ursprung und Wesen der aktuellen Krise
Die systematische Korrumpierung des Grundgesetzes
Anarchie
Berlin, 31.05.09